Sorgerecht: Entscheidungsbefugnis der Eltern

Momentan läuft der Fall „Brangelina“ durch die Medien, beide werfen sich gegenseitig vor ihrer Sorgepflicht nicht angemessen nachgegangen zu sein. Und Brad Pitt kontert insbdownload-69esondere mit seiner Unzufriedenheit über Angelinas Reiseziele mit den Kindern. Er bemängelt, dass er nicht damit einverstanden sei, dass sie die Kinder in Gefahrengebiet mitnimmt. Doch auf welcher rechtlichen Grundlage befindet sich diese Aussage und welche Konsequenzen kann dies für Angelina haben? In der Tat haben beide Elternteile eine Entscheidungsbefugnis. Angenommen die Scheidung wäre nun über die Bühne, und die Eltern Angelina und Brad haben das gemeinsame Sorgerecht erhalten. Doch nun entscheidet Angelina, die Kinder erneut in ein Kriegsgebiet mitzunehmen, in diesem Fall könnte dies für sie nach deutschem Recht strafrechtliche Konsequenzen haben.

Demzufolge muss der Elternteil, der mit den Kindern in den Urlaub fahren möchte, die Erlaubsnis des anderen Elternteils einholen, um die Reise antreten zu können. Doch stimmt dieser Elternteil nicht zu, entsteht eine Konfliktsituation, die meist auf rechtlichen Wegen geklärt werden muss. Insbesondere wenn es sich um Gefahrenländer, Kriegsgebiete, Länder mit erhöhtem Krankheitsrisiko oder terroristischen Anschlägen handelt, hat das Elternteil ein Mitspracherecht.

Was geschieht wenn es zwischen den Elternteilen zu keiner Einigung kommt?

Kommt es zu einer rechtlichen Auseinandersetzung und infolge dieser kommen die Elternteile zu keiner Einigung, dann hat das Gericht zu entscheiden. Diese erfolgt durch die alleinige Übertragung der Entscheidung auf ein Elternteil. Dabei kann ein Elternteil einen Antrag auf eine gerichtliche Entscheidung stellen. Allerdings bestehen häufig Zweifel ob eine sogenannte Alleinentscheidungsbefugnis sinnvoll ist.

Entscheidend ist jedoch, ob die Eltern egoistische Absichten verfolgen und damit ihre Ausübung der Elternverantwortung zurückstellen. Denn es kann nicht der Elternverantwortung entsprechen, von einer Reise in ein Land abzusehen, welches in der Vergangenheit ein eindeutiges Gefahrengebiet mit erhöhtem Risiko darstellt. Das Auswärtige Amt gibt hierfür eindeutige Hinweise und Warnungen wie sich Menschen in einzelnen Länder zu verhalten haben und mit welchen potentiellen Gefahren die Reisenden rechnen können.

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